Dirk's Canadian Truckerjob

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Der Winter bestimmt das Leben

On the RoadPosted by Admin Tue, January 27, 2009 10:19:07

Sorry für die Schweigsamkeit. Ich war die letzten Wochen wirklich am Anschlag und hatte keine Zeit -und wenn ich Zeit hatte, hatte ich keinen Nerv- Euch auf dem Laufenden zu halten. Aber bitte nicht persönlich nehmen.

Der Winter hat Einzug gehalten und macht das Fahren häufig zur Geduldsprobe. In den Bergen kommen Lawinen runter und Hauptverkehrsadern Richtung Britsh Columbia im Westen müssen wegen der Gefahr und den Aufräumungsarbeiten tagelang geschlossen werden. Eine der Touren führte mich wieder in den Nordwesten Richtung Alaska. Als ich Edmonton um 18.00 Uhr verlasse schneit es wie blöd und als ich am siebten Tag (klingt irgenwie biblisch ;) und 3.800 Kilometern mehr auf dem Tacho, zurückkomme schneit es immer noch. Bei dem trüben Wetter muss ich aufpassen, dass ich nicht komplett rammdösig und deprimiert werde.So sieht der Highway #16 Richtung Norden aus. Aber man kann auch bei diesen Strassenverhältnissen mit 110 km/h fahren. Voraussetzung ist, vorausschauend fahren und keine hektischen Brems- und/oder Lenkmanöver machen.Im "Landeanflug" auf Prince George, British Columbia, das Wetter will einfach nicht besser werden.Wenn die Sonne schon nicht leuchtet, mein neues Namensschild tut es :)Das tagelange Fahren durch den Schnee hinterlässt seine SpurenBei den beiden Mädels nördlich von Prinz George muss ich über die Waage (siehe "Den Finger im Pazifik"). Alleine auf den Antriebsachsen meines Freightliners habe ich fast eine Tonne mehr Gewicht als bei der Abfahrt in Edmonton. Dieser Klumpen sind die Stützen des Aufliegers. Macht übrigens auch saumässig "Spass", so was dann runterzukurbeln um abzusatteln...Aber..... Das Wetter wird besserNa also, geht doch ;) Wenn Engel (beruflich) reisen *lol*Einfach zum Geniessen:Eine der Abladestellen. Der Hof ist vereist und ich muss rückwärts bergauf an die Rampe. Mit Mühe und Not und durchdrehenden Antriebsrädern schaffe ich es bin ans Ladedock. Dann stelle ich allerdings fest, dass ich vergessen habe, die Aufliegertüren aufzumachen. Also, wieder ein Stück vorwärts bergab um die Türen zu öffnen und dann endgültig festzuhängen.... Dummheit wird halt doch bestraft.Der Mensch neigt ja bekanntlich zur Faulheit. So auch ich. Statt die Schneeketten zu aufzuziehen (nicht schon wieder), werfe ich sie als "Teppich" unter die Antriebsachsen. Geht doch!Es ist kalt...Die Rocky Mountains grüssen mit den ersten Ausläufern und versprechen wieder Winterdriving pur. Eine Herausforderung die viel Spass machtund stellenweise auch für Abwechslung sorgtDie Sonne geht unter, aber der Feierabend ist noch lange nicht in Sicht

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