Dirk's Canadian Truckerjob

Dirk's Canadian Truckerjob

Fucks Fish...

On the RoadPosted by Admin Sat, November 08, 2008 17:54:02

Ich gestehe, ein wirklich seltsamer Kapitelname. Allerdings, die Geschichte ist zu gut um sie anders zu beginnen. Dieser Tage hatte ich knapp 25 Tonnen Chemikalien von Regina, Saskatchewan, nach Calgary, Alberta zu transportieren.

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Beim Tanken in Saskatoon. Eigentlich wollte ich noch den Truck waschen, leider läuft mir die Zeit zwischen den Fingern davon. Also kleiner "Kundendienst" Scheiben und Spiegel säubern. Steffen ergehts genauso. Erstaunlich, trotz der Grösse des Landes läuft man sich immer wieder über den Weg. Meistens ein Grund zur Freunde und die Möglichkeit für einen kleinen Plausch unter Kollegen, wenn sie wollen und/oder Zeit haben.

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Dann fahre ich die knapp 300 Kilometer leer (oh je Jürgen...) nach Regina, Hauptstadt der Provinz Saskatchewan. Im Shipping Office der Chemiefabrik bekomme ich meine Gefahrgutwarntafeln für den Auflieger und die Frachtpapiere. Und hier kommt die Erklärung für den ungewöhnlichen Kapitelnamen. Der Mitarbeiter drückt mir die Papiere in die Hand und meint: "Don't throw your trailer into water. The stuff that you have loaded, fucks fish!" In der Übersetzung heisst das: Die Chemikalien sollten nicht ins Wasser gelangen, da es sich um eine äusserst grundwassergefährdende Substanz handelt smiley

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Welcome to Calgary! Der Winter hält Einzug und mich auf Trab. Die Abladestelle befindet sich Downtown Calgary. Hier der berühmte Saddledome im Vordergrund. Den Namen hat die Halle wegen der ungewöhnlichen Form eines Sattels. Eishockey, Konzerte, Rodeos ein Platz für Alles.

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Dann gehts zurück nach Saskatoon. Auf dem Weg zum Abholen der nächsten Ladung "erwischt" es mich mit meinem leeren Trailer. Eine Wiegestation ist geöffnet und alle Trucks mit einem Gesamtgewicht von mehr als 4.500 kg müssen über die Waage. Die Achslasten sind hier in Canada ein grosses Thema und wenn die nicht passen, müssen die Sattelplatte oder die Achsen des Aufliegers verschoben werden.

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Kurz vor Drumheller, Alberta, gibt es wie so oft vor grossen Gefällen, die Vorschrift mit dem Truck anzuhalten und die Bremsen zu prüfen "Check Brakes!"

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Und wenn es mit dem Bremsen mal nicht mehr klappt, nehme man die Runaway Escape Ramp!

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Den wohlverdiensten Feierabend verbringe ich auf einem "Flying J"- Truck Stop. Die Lichterstimmung der hereinbrechenden Nacht ist sehr beeindruckend und entlohnt für manche nicht so tollen Dinge.Blog Image

Zurück in Saskatoon geht es meinem Truck an die "Wäsche". Jetzt bedauere ich, keinen Smart zu fahren, natürlich nur wegen der Fahrzeuggrösse smiley Die Rechnung: $ 37.50 (zahlt HWT).

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Nun noch die Tanks füllen und dann gehts los zur nächsten Tour!

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Eigentlich sollte ich das ganze Wochenende frei haben. Auf dem Weg nach Hause, ruft mich mein Dispatcher an. Statt der Ladung am Montag, übernehme ich Fracht für Alberta am Sonntag. Glaubt mir, auch wenn die Wochen noch so hart waren, nach maximal einem Tag ohne Truck brenne ich drauf wieder auf die Highways zu gehen! Das ist der Vorteil im "Open Dispatch", fahren was kommt, statt Linienverkehr nach Fahrplan. Es gibt einen Song von Truck Stop: "Ich fahr Cornflakes Hamburg-Amsterdam" und wisst Ihr was, sowas braucht kein Mensch.

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